Wurzelkanalbehandlung (auch Wurzelbehandlung genannt)

Über Wurzelbehandlung kursieren Tausende Horrorgeschichten.
Was ist denn eine Wurzelbehandlung? Und wie schlimm ist eine Wurzelbehandlung?

Die häufigste Ursache sind Bakterien aus tieferen Schichten einer kariösen Läsion und ihre Ausscheidungsprodukte (Toxine). Sobald diese das Zahnmark (Pulpa) erreichen, verursachen sie dort eine Entzündungsreaktion. Entzündung ist ein Schutzmechanismus des Körpers und wird immer dann in Gang gesetzt, wenn die Gesundheit des Körpers auf irgendeine Weise gestört wird. In unserem Fall ist die Entzündung gegen Eindringlinge aus der Mundhöhle gerichtet. Bleibt die Entzündung über längere Zeit unbemerkt und unbehandelt, kann ein irreversibler (unumkehrbarer) Schaden entstehen. Spätestens dann klagt der Patient über Schmerzen. Der Schmerz kann sich innerhalb weniger Tagen / Stunden rasch verschlimmern. Die entzündete Pulpa vergrößert sich, der Abfluss von venösem Blut aus dem Zahn wird dadurch behindert, und da das ganze in einem engen festen Hohlraum (Zahn) abläuft, ist die Blutversorgung des Zahns nicht mehr möglich. Ab diesem Moment gibt es nur zwei Therapie-Möglichkeiten: Wurzelkanalbehandlung oder Extraktion (chirurgische Entfernung) des Zahnes.

Ein frühzeitiger Besuch bei uns kann Ihnen viel Nerven ersparen. Stellen wir fest, dass der Nerv bereits entzündet und nicht mehr zu erhalten ist, führen wir unverzüglich Wurzelbehandlung unter lokalen Anästhesie durch. Dafür wird ein Zugang zum Zahninneren gelegt, die Kanaleingänge werden erweitert, die Kanallängen werden mit speziellen Geräten ganz exakt gemessen. Dann erfolgt die  chemisch-mechanische Aufbereitung des Wurzelkanal-Systems mit hoch elastischen Instrumenten und antibakteriellen Spüllösungen. Ziel der Wurzelkanalbehandlung ist das Befreien des Wurzelkanalsystems von Keimen und Zerfall-Produkten und die anschließende Abdichtung der Wurzelkanäle mit einer Wurzelfüllung, damit den Keimen aus der Mundhöhle der Weg in den Kieferknochen versperrt wird. So kompliziert es sich anhört, ist eine Wurzelbehandlung für Patienten wenig spektakulär. Es ist keine Seltenheit, dass Patienten während der Wurzelbehandlung einschlafen. Oft ist eine Wurzelbehandlung in einer einzigen Sitzung abgeschlossen.

In manchen Fällen, wenn die Entzündung hoch akut ist, oder wenn das Wurzelkanalsystem bereits stark infiziert ist, müssen Zwischensitzungen mit zusätzlichen Spülungen und antibakteriellen medikamentösen Einlagen erfolgen bevor die Kanäle abgefüllt werden können.

Nachdem die Wurzelbehandlung abgeschlossen ist, bekommt der Zahn  eine  (adhäsive) Füllung. Diese Füllung ist mindestens genau so wichtig, wie die Wurzelfüllung selbst. In der Regel, vor allem bei größeren Defekten, ist eine Überkronung des Zahnes anzuraten, da ein wurzelbehandelter Zahn gegenüber einen gesunden Zahn aufgrund des Substanzverlustes deutlich geschwächt sein kann und als Folge unter Kaubelastung brechen kann.

Allerdings ist eine 100%-ige Eliminierung der Keime aus dem Wurzelkanalsystem leider nicht möglich. In der (Schul-)Zahnmedizin spricht man von einer erfolgreichen Wurzelkanalbehandlung bei (lokalen) Symptomfreiheit und bei radiologischer Unauffälligkeit des Zahnes.

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Zahnarzt Igor Lell
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